Betriebspraktikum der Klasse 9.

04.05.2012

Eine Woche voller interessanter Aufgaben und Berufsfelder wartet auf unsere Schüler. In den unterschiedlichsten Bereichen, von Architekturbüro über Augenoptiker bis hin zum Buchhandel werden sie eine Woche tätig sein. Im Verlauf des Praktikums besuchen wir, die Klassenleitung unsere Praktikanten und lernen so die einzelnen Arbeitsabläufe und Aufgaben der jeweiligen Berufsfelder kennen. Wir erhalten aber auch Einblicke in die Fähigkeiten und Talente unserer Schüler. Es ist sehr schön zu sehen, wie gut sie sich auf „fremden Terrain“ bewegen und welch guten Eindruck sie in jedem Praktikumsbetrieb hinterlassen. Gerne bekommen wir Sätze wie „den Praktikanten dürfen sie gleich hier lassen“ oder „der Schüler zeichnet sich besonders durch seine Umgangsformen und seine Arbeitseinstellung aus“ zu hören. Für unsere Schüler ist das Praktikum ein voller Erfolg. Jeder einzelne kann interessante Erfahrungen im Hinblick auf sich und seine berufliche Zukunft mitnehmen.

Zusammenfassend bleibt also nur festzustellen: Betriebspraktikum ... sehr gut!


Praktikant: Ana Genz
Praktikumsbetrieb: Alpha Modellbau GmbH
Beruf: Technische Modellbauerin

Ich sitze in der S-Bahn und flehe sie an, schneller zu fahren, denn nach ein paar MVV-Komplikationen rückt der Beginn meines ersten Arbeitstages im Praktikum immer näher. Endlich angekommen an dem Bahnsteig „Germering-Unterpfaffenhofen“ sprinte ich durch den Platzregen zu der „Alpha Modellbaufirma“. Nass und immer wieder auf die Uhr blickend suche ich meinen Weg durch die Firma zu dem Büro des Chefs. Dieser begrüßt mich sehr freundlich und gibt mir die Hand, die er danach unauffällig an seiner Hose abwischt, da sie wie der Rest von mir klatschnass ist. Nun stellt er mir die Arbeit in einer Modellbaufirma für Prototypen, Architektur und Design vor. Anschließend zeigte er mir meine Tätigkeiten für diese Woche: Ich werde einen Plexiglaswürfel bearbeiten sowie aus einem Kunststoffblock ein Motiv herausschnitzen. Das Erstere stellte sich als aufwendiger heraus als erwartet, da ich den Würfel mit Kraftaufwand schleifen, polieren und ein Muster darauf ein „sandieren“ musste. Dies gelang mir meiner Meinung nach sehr gut, obwohl sich die Modellbauer in der Firma scherzhaft über meine abgerundeten Ecken lustig machten. Das Bearbeiten von der Kunststoffplatte bereitete mir große Freude. Ich schnitzte eine ca. 35cm große Skulptur, die ich anschließend zurechtschliff.

Mir hat mein Praktikum sehr viel Spaß bereitet und ich würde gerne noch mehr über das Arbeiten in einer Modellbaufirma erfahren.

Ana Genz


Praktikant: Julian Denk
Praktikumsbetrieb: Spacial Solutions GmbH
Beruf: Architekt

Der erste Tag im Architekturbüro fängt immer sehr besonders an, wobei es auch nicht zu besonders ist. Auf jeden Fall dachte ich mir, als ich das erste Mal reingegangen bin „Was für ein Hammer Schuppen!“. Bis ich danach feststellte, dass ich in ein anderes Stockwerk kam, dauerte es nicht lange, aber das war eh viel besser als das andere.

Praktikum ist einfach etwas anderes als Schule, denn 8 Stunden arbeiten ist einfach etwas anderes als Deutsch, Mathe oder Englisch. Der erste Tag war am anstrengendsten für mich. Alles eingewöhnen, noch nicht wirklich die Leute kennen, lange Arbeitszeiten und erst um 19 Uhr zu Hause sein, erschwerten die ganze Sache. Es wurde von Tag zu Tag immer besser, ich habe viele Eindrücke gesammelt und kann mir Architektur gut als späteren Beruf vorstellen. Es ist ein Beruf, wo man viel sitzen muss und kaum reden kann, also es ist kein Beruf für jedermann. Zum Beispiel könnte Max Bohl, Klasse 9, auch ein guter Architekt werden, nur am Rande.

Nach der ersten Woche hätte ich gerne eine zweite Woche gearbeitet, weil es mir so gut gefallen hat. Frau Summer, unsere Pädagogin, fand die Ausstattung atemberaubend, genauso wie ich. Nun gut, dieses Praktikum hat mir sehr geholfen für meinen zukünftigen Werdegang.

Das B ist das D mit - .

Julian Denk


Praktikant: Pauline Stinglwagner
Praktikumsbetrieb: Apollo-Augenoptiker
Beruf: Augenoptiker

„Ich hol mal schnell jemanden für die Kasse, das darf ich noch nicht machen!“ – das war wohl DER Satz, den ich die Woche in meinem Praktikum beim Optiker gesagt habe. Ray Ban, Carrera, Hilfiger, Beyu, Seen ... habe ich in der Sonnenbrillenabteilung verkauft. Im Verkauf konnte man sich viel von Kollegen abschauen. Immer schön freundlich bleiben, Geduld haben und Brillen verkaufen. In der Werkstatt durfte ich dann einen Kreis und ein Viereck aufzeichnen, sägen und schleifen. Wofür? Zur Übung ... Jeden Tag etwas Neues, andere Kunden, andere Aufgaben, andere Abteilungen. Viel Abwechslung.

Nach vielen Stunden im Verkauf, einigen Einblicken in die Werkstatt und vielen sortierten Kisten, habe ich in dieser Woche tolle und aufschlussreiche Erfahrungen gemacht.

Pauline Stinglwagner


Praktikant: Max Bohl
Praktikumsbetrieb: Bayerische Staatsoper
Beruf: Bühnenbildner

Das Praktikum in der Bayerischen Staatsoper war interessant, da man einmal Einblicke hinter die Kulissen bekommen hat. Ich war im Bereich Bühnenbild eingesetzt und das Beste an der ganzen Sache war eigentlich der Glasdurchgang, der das eine Gebäude im zweiten Stock mit den anderen Gebäuden verbindet. Man hatte von dort aus eine tolle Sicht, da man sich direkt über der Straße befand. Leider kam ich während des Praktikums nur selten zu dem Vergnügen, durch diesen Gang zu gehen. Sonst habe ich viel am Computer gesessen, um 3-D Zeichnungen für das Stück „Siegfried“ anzufertigen. Manchmal habe ich auch bestimmte Dinge organisiert, wie z.B. Baumstämme, die für ein Holzgerüst dienen sollen. Einmal durften wir bei der Bühnenprobe zuschauen. Die Oper hatte so viele Gänge und Stockwerke, dass ich erst am Ende des Praktikums durchgeblickt habe, wo und wie man von A nach B kommt.

Max Bohl

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