Exkursion der 10. Klasse zur KZ-Gedenkstätte Dachau

30.11.2013

Am Freitag, den 08.11.13 haben wir im Zuge des Geschichtsunterrichtes einen Ausflug zum ehemaligen Konzentrationslager, in der Alten Römerstraße 75, in Dachau unternommen. Dort zeigte ein Guide der Klasse die heutige Gedenkstätte und  brachte uns zudem einige Fakten näher.

So erzählte er beispielsweise, dass das nahe von München gelegene Lager am 22. März 1933, wenige Wochen nachdem Hitler zum Reichskanzler ernannt worden war,  erbaut und am 29. April 1945 von amerikanischen Truppen gestürmt und befreit wurde. Damit ist es also eines der Massen- und Vernichtungslager, die am längsten, in diesem Fall 12 Jahre, bestanden haben. Es diente zudem als  Modell für spätere KZ. Neben solchen allgemeinen Kenntnissen, wie etwa die Tatsache, dass das Konzentrationslager nicht nur ein Gefängnis, sondern auch ein Ausbildungslager für  SS-Soldaten  beinhaltete, wurde uns ebenso einiges über das Leben und die menschenunwürdige Behandlung der Häftlinge dort erläutert. So erklärte der Guide unserer Klasse, wie die inhaftierten Juden, Kommunisten, wie auch Mörder und Betrüger, etc. alle gleich schlecht und abschätzig angesehen wurden, egal ob im rechtlichen Sinne unschuldig oder nicht. Er machte uns ebenfalls deutlich, dass die Gefangenen brutal gefoltert und willkürlich nach Lust und Laune der Wächter bestraft wurden. Dies konnte von tagelangem Stehen in einer winzigen Zelle über gegenseitiges Auspeitschen der Häftlinge und Menschenexperimenten bis zur Erschießung gehen.

Außerdem bekamen die Inhaftierten nur wenig Nahrung, mussten aber dennoch Schwerstarbeit leisten und jeden Tag auf dem Apellplatz erscheinen. Sobald einer von ihnen arbeitsuntauglich, über einen längeren Zeitraum hinweg krank wurde oder versuchte zu fliehen, war dies praktisch sein Todesurteil. Wir erfuhren auch, dass die Leichen im Krematorium verbrannt wurden, wo zudem die 'Brausebäder', also die Gasduschen lagen. Deren Inbetriebnahme ist allerdings geschichtlich nicht nachgewiesen. Letztendlich berichtete der Guide uns noch, dass in diesem KZ, wie auch in zahlreichen Außenlagern insgesamt 200.000 Menschen inhaftiert waren, wovon allein 41.000 ermordet wurden. Als Schlussgedanken gab er uns außerdem noch mit, dass die heutige Gedenkstätte, von ehemaligen Häftlingen einerseits als Informationsquelle, andererseits aber auch als Mahnmal, damit so etwas Schreckliches und Grausames nie wieder passiert, errichtet wurde.

Nach diesem Ausflug war unsere Klasse dann also trotz einigem Vorwissen wesentlich informierter, aber auch erst einmal ziemlich geschockt.

Bericht: Julia Aulehner, Klasse 10

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