Stadtführung Nationalsozialismus

24.07.2017

Treffpunkt der Stadtführung war der Geschwister-Scholl-Platz. Warum ausgerechnet die LMU, die Ludwig-Maximilians-Universität in München, etwas mit dem Nationalsozialismus zu tun hat, war anfangs nicht jedem klar. Im kühlen Treppenhaus des Atriums der Uni gab es eine erste Einleitung in das Thema: Sophie Scholl, die weiße Rose, Flugblätter, die Hinrichtung. Die Schwere des Themas unserer Stadtführung war von Beginn an spürbar.

München war die „Stadt der Bewegung" und hat im Nationalsozialismus eine große Rolle gespielt, weshalb die Schüler im Rahmen des Geschichtsunterrichts und der Stadtführung einen Auftrag hatten: Fotos machen und zu selbst gewählten Gebäuden, Plätzen und Straßen einen Reiseführer zu München im Nationalsozialismus gestalten.

Die nächste Station war die Feldherrnhalle am Odeonsplatz mit der dahinter liegenden Viscardigasse, früher auch „Drückebergergasse" genannt. Münchner, die gegen das Regime waren und an der Feldherrnhalle den Hitlergruß vermeiden wollten, konnten dies über die kleine mit Kopfstein gepflasterten Gasse tun. Weiter ging es, vorbei am Platz der Opfer des Nationalsozialismus, zum gegenüberliegenden Wittelsbacher Palais, dem früheren Sitz der Gestapo. Die Parteizentrale der NSDAP, früher „braunes Haus" genannt, war den meisten in der Klasse auch ein Begriff, da das Dokumentationszentrum bereits letztes Jahr Ausflugsziel war und sich heute in dem Gebäude befindet.

Mit vielen Eindrücken und neuen Informationen aus der Vergangenheit zur Heimatstadt endete unsere Stadtführung am Königsplatz. Nun hatten die Schüler erneut Zeit verschiedene Stationen abzulaufen, um für ihr Thema noch einmal genauer zu recherchieren und Fotos zu machen. Auf die Ergebnisse dürfen wir gespannt sein!

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