Expedition in die Steinzeit

05.11.2020

Höhlenmalerei hautnah erleben

Wer kennt sie nicht, die Auerochsen, Mammuts, Tiger und Gazellen, die überall auf der Welt die Wände steinzeitlicher Höhlen bevölkern und eindrucksvoll Zeugnis ablegen vom Leben unserer ältesten Vorfahren.

Doch wie schwierig muss es gewesen sein, diese Bilder anzufertigen – ohne Farbmalkasten mit 24 Farben und einem Baustrahler, um die die Fläche auszuleuchten? Die meisten der Malereien finden sich tief im Inneren von Höhlennetzwerken, die neben der absoluten Dunkelheit auch reichlich andere Gefahren wie Bären boten, die sich von den Vorhaben der Künstler eher wenig beeindrucken ließen.

Zwar gibt es in der Scheune auf dem Gelände von Gut Warnberg keine Bären, dafür aber, dank der tatkräftigen Unterstützung von Kunstlehrer Herr Bertolini, einige Höhlenwände, die es für die Schülerinnen und Schüler der K5 zu bemalen galt. Im Dunkeln, nur mit Taschenlampe und Kerzen bewaffnet, brachten die Fünftklässler*innen mit Ölkreide ihre Lebenswelt an die Wand. Hier findet man keine Auerochsen und Mammuts, sondern ein Schulgebäude mit spielenden Schulkindern und eine Darstellung des Covid-19-Virus. Sollten Forscher*innen in der Zukunft diese Zeugnisse unserer Zeit finden, welche Fragen würden sie sich wohl stellen?


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